LAGE IN JAPAN        
         

Erdbeben, Tsunami, Fukushima: Viele unserer Endverbraucher haben uns gefragt, wie es um die Mitarbeiter, die Produktion und die Waren von NORO in Japan steht.

 

A. Ist garantiert, dass Noro-Garne frei von Radioaktivität sind?

 

[Stand der Informationen: 11.10.2011]

Die Noro-Fabrik liegt in der japanischen Präfektur Aichi. Die Präfekturverwaltung lässt permanent Messungen durchführen. Zu keinem Zeitpunkt wurden dort irgendwelche Werte gemessen, die höher waren als vor der Katastrophe im AKW Fukushima. Details entnehmen Sie bitte derr englischen Übersicht der monatlichen Messwerte in der Präfektur Aichi seit Fukushima. (ND = not detected = kein Wert messbar)

 

[Stand der Informationen: 12.07.2011]

Für die nach der Fukushima-Katastrophe bei Noro produzierten Garne wurden Tests auf Radioaktivität vorgenommen.

Diese Messungen wurden im Auftrag der Präfektur Aichi vom Aichi Industrial Technology Instituite durchgeführt. (Hintergrund: Es gibt in Japan 47 Präfekturen, die die mittlere Verwaltungsebene zwischen Zentralstaat und Gemeinden darstellen.)

Gemessen wurden am 26.5.2011 drei rein zufällig ausgesuchte Garne, die nach der Katastrophe gesponnen wurden:

- Aya: 0,04 Mikrosievert/h

- Kureyon: 0,04 Mikrosievert/h

- Silk Garden: 0,04 Mikrosievert/h

Das Ergebnis zeigt keine Veränderung zu Werten vor der Katastrophe und liegt im Bereich der üblichen, natürlichen Hintergrundstrahlung.

Sie können die gemessenen Werte mit der aktuellen Strahlenbelastung an Ihrem Heimatort vergleichen. Sie werden sehen, dass an den meisten Messtandorten Deutschlands eine höhere Strahlungsbelastung vorhanden ist als bei den in Japan gemessenen Proben:

Radioaktivitätsmessnetz des Bundesamtes für Strahlenschutz


[Stand der Informationen: 22.04.2011]

Ja, das ist aufgrund der folgenden Umstände garantiert:

1. Alle aktuell am Lager befindliche Ware hat uns bzw. das englische Zentrallager bei Designer Yarns UK bereits vor der Katastophe in Fukushima erreicht.

2. Alle für die nächsten beiden Monate geplanten Lieferungen werden uns per Luftfracht zugestellt. Noro benutzt aufgrund der aktuellen Situation ausschließlich Cargo-Fluglinien, die alle Lieferungen vor dem Transport standardmäßig nach deutschen Grenzwertvorgaben untersuchen und nur Waren transportieren, bei denen diese Grenzwerte eingehalten werden, beispielsweise Lufthansa Cargo. Mehr dazu.

3. Bezüglich der Lieferungen für die kommende Herbst/Winter-Saison 2011/12 haben wir Noro gebeten, nur solche Seetransporte zu benutzen, die eine gleichartige Überprüfung garantieren. Noro kümmert sich zur Zeit darum und wir werden Sie an dieser Stelle zeitig darüber informieren.

4. Die Radioaktivität in der Provinz Aichi, dem Firmensitz von Noro, hat sich im Vergleich zum Tag vor der Reaktorkatastrophe, dem 10.3.2011, nicht verändert. Es sind bisher auch keinerlei Spuren von radioaktivem Jod oder Cäsium in Aichi gefunden worden. (Die Messungen erfolgten am 10.4.2011 durch das Aichi Environmental Research Center.)

5. Grundsätzlich gelten auch weiterhin die Informationen weiter unten im Brief von Takuo Noro, dem Sohn des Firmengründers und jetzigem Firmenvorstand.

 

B. Brief von Noro an alle Geschäftspartner


[Stand der Informationen: 25.03.2011]

Wir haben von Takuo Noro, dem Sohn des Firmengründers Eisaku Noro, einen Brief bekommen, in dem er sich für die vielen Nachfragen der weltweiten Geschäftspartner bedankt und uns glücklicherweise mitteilen kann, dass weder Mitarbeiter noch Produktionsstätten von Noro von den Auswirkungen der Dreifach-Katastrophe in Japan betroffen sind.

Zur geografischen Lage von Noro in Japan liegt uns eine Übersichtskarte (mit englischer Beschriftung) vor.

Nun der Brief von Takuo Noro in der Übersetzung:

Liebe Freunde,

zuallererst möchten wir uns dafür bedanken, dass Sie uns in den Tagen dieser großen Katastrophe so herzlich unterstützt haben.

Da über die Auswirkungen des Unfalls im Atomkraftwerk weltweit berichtet wird, möchten wir Ihnen dazu die neuesten Informationen geben:

1. Unsere Firma befindet sich 450 Kilometer Luftlinie entfernt vom beschädigten Kernkraftwerk. In unserer näheren Umgebung wurde bisher weder in der Luft, noch im Wasser, noch in der Pflanzenwelt erhöhte Strahlung gemessen.

2. Eine der Partnerfirmen, die am weitesten von uns entfernt liegt, ist eine Färberei in etwa 80 Kilometer Luftlinie. Auch dort wurde keine erhöhte Strahlung festgestellt.

3. Alle unsere Herstellungsprozesse - wie Färben, Spinnen und Verpacken der Produkte - laufen in geschlossenen Räumen ab. Kein Herstellungsschritt findet unter freiem Himmel statt.

4. All unsere Rohmaterialien importieren wir über die Häfen von Nagoya, Osaka und Kobe. Alle diese Häfen liegen südlich oder westlich unseres Firmensitzes. [Also in noch größerer Entfernung von Fukushima als Noro selbst. (Anm. d. Üb.)]

5. All unsere Exporte seit dem Erdbeben liefen ebenfalls über die erwähnten Häfen von Nagoya, Osaka und Kobe, die südlich bzw. westlich unseres Firmensitzes liegen, und wir werden auch in absehbarer Zukunft genau diese Häfen benutzen.

Durch das Erdbeben haben sich die Umstände in unserer näheren Umgebung in keiner Weise geändert. Sollte sich die Situation in der Zukunft ändern, werden wir Sie darüber informieren. Mitlerweile denkt zudem die japanische Regierung darüber nach, ob nicht alle exportierten Produkte [prophylaktisch (Anm. d. Üb.)] hinsichtlich erhöhter Radioaktivität untersucht werden sollen.

Vielen Dank,

Takuo Noro

       
         
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